02.01.2008, 11:52 Uhr | sum, sp
Büro-Mode: Alles andere als spießig. (Foto: Neckermann)Im Gegensatz zu Männern, die lediglich zwischen verschiedenen Anzügen auswählen müssen, haben Frauen bei der Wahl ihres Business-Outfits jede Menge Freiheiten. Doch wer sich zu aufreizend kleidet, zieht nicht nur die Blicke seiner Kollegen auf sich. Lästereien von Kolleginnen sind vorprogrammiert. Wenn der Rock zu kurz ist und der Ausschnitt zu tief, läuft eine erfolgreiche Frau zudem Gefahr, von ihrem Chef nicht mehr ernst genommen zu werden. Doch mit welchem Outfit treten selbstbewusste Frauen seriös, aber nicht spießig auf - gut gekleidet aber nicht zu sexy? Wir zeigen Ihnen, was in der Businessmode erlaubt ist und was nicht:
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Vermeiden Sie alles, was aufreizend wirkt
Dass das Make-up nicht zu dick aufgetragen werden darf, muss wohl kaum noch erwähnt werden. Wichtig für ein tadelloses Auftreten sind aber auch Kleinigkeiten wie eine geputzte Brille. Schwerer wird es, auf all die Dinge zu verzichten, die man sich angewöhnt hat, um das Beste aus seinem Typ zu machen. Sie sind stolz auf Ihre schlanke Taille? Klar, dass Sie gerne auffallende und breite Gürtel tragen, um Ihre dünne Mitte zu betonen. Sie sind stolz auf Ihr Dekolletee? Dürfen Sie ruhig sein. Aber bitte nicht unter den kritischen Augen Ihres Chefs oder Ihrer Kollegen. Und Kolleginnen, denn die reagieren schnell ziemlich kühl. Auch Ihre Beine sollten eher bedeckt sein, selbst wenn Sie es sich leisten können, einen Minirock zu tragen. Alles, was irgendwie aufreizend wirken könnte, lenkt von Ihrem fachlichen Können ab und stellt Ihre Autorität in Frage.
Auch beim Schmuck dezent bleiben
Auf Schmuck müssen Sie nicht grundsätzlich verzichten. Doch auch hier gilt: weniger ist mehr. Eine Diamantkette, die angesichts ihrer Größe die Blicke auf sich zieht, hat in diesem Fall ihre Wirkung verfehlt. Mixen Sie nicht Gold und Silber. Piercings an Lippe oder Augenbraue mögen in der Werbebranche cool sein, aber selbst hier höchstens bei den Jüngeren und Kreativen. Ein Armband, dessen Anhänger beim Business-Lunch ständig gegen Teller und Gläser schlagen, schmückt nicht, sondern nervt. Auch andere Accessoires, die einfach nur hübsch sind, wollen mit Bedacht ausgewählt sein. Eine Stoffrose als Brosche kann dem Kostüm die Strenge nehmen. Im Haar würde sie nur komisch aussehen. Wenn es ein Statussymbol wie eine teure Markenuhr sein muss, dann aber bitte die echte.
Guter Stoff zahlt sich aus
Kommen wir zum Eigentlichen, der Kleidung. Da sich die wenigsten Frauen den ganzen Kleiderschrank mit Business-Ausstattung voll hängen möchten, sollte nach der Devise eingekauft werden: lieber weniger, dafür aber hochwertig und eher klassisch. Hochmodische Teile wirken ganz schnell deplatziert. Hochwertig sollte vor allen Dingen der Stoff sein. Wenn Ihr dunkles Kostüm jeden Fussel magnetisch anzieht, sehen Sie ungepflegt aus. Gleiches gilt für Knitterfalten und - ganz unangenehm - für Schweißflecken als Folge von Luft undurchlässigen Stoffen. Ein weiterer Tipp: Versuchen Sie bei der Auswahl Ihrem Typ treu zu bleiben und zwängen Sie sich nicht in Größen, die Ihnen als 15-Jährige gepasst haben.
Kleine Farblehre
Farben verraten einiges über Sie. Rot trägt, wer gerne im Mittelpunkt steht. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden. Sie müssen dann allerdings auch ertragen können, dass sie alle Blicke auf Sie richten. Wenn Sie auf Ihrem Stuhl herum rutschen, weil Sie am liebsten davon laufen würden, hat diese Wahl eindeutig das falsche Signal gesetzt. Schwarz ist tough, kombiniert mit Weiß setzt diese Nichtfarbe deutliche Akzente. Vielleicht zu deutlich, denn die Kombination kann auch hart wirken. Subtiler die Mischung aus Anthrazit und Weiß oder sogar Beige. Dunkles Blau ist der Klassiker schlechthin. Wirkt immer zuverlässig und seriös, aber auch schnell langweilig. Hier kann man mit kleinen persönlichen Details nachhelfen. Gelb versprüht zwar Optimismus, sollte aber nicht zu großflächig getragen werden. Sonst sehen Sie aus wie ein Osterküken. Braun und Rosa werden gern und viel getragen. Zuviel bewirkt schnell den Eindruck, hier möchte sich jemand unauffällig anziehen und verstecken. Rosa kommt betont feminin herüber, also nichts für jemanden, der sich bis in die Chefetage vorboxen möchte.
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