12.10.2011, 14:09 Uhr | dpa-tmn
Bei wenigen Kleidungsstücken werden aktuelle Trends so sichtbar wie bei Mänteln und Jacken. In diesem Jahr wird der Klassiker der Winterjacken wieder hervorgeholt: Der Parka. Wir zeigen die schönsten Mäntel- und Jacken der Herbstmode 2011.
Die Hippen, Jungen und Modebewussten werden in diesem Winter eines tragen: den Parka. Lange wurde der Klassiker unter Winterjacken nur noch hervorgeholt, wenn es weder festlich, fein oder trendig sein sollte. Jetzt ist er sogar wieder auf den internationalen Laufstegen zu sehen. Der klassische Parka mit großen Taschen und Fellbesatz an der Kapuze ist in der Herbstmode ebenso gefragt wie die Jacke mit neumodischen Schnitten. So gibt es jetzt auch übermäßig große, kurze und tailliert Parka. Sie ähneln einem Cape und sind vorne kurz und hinten lang geschnitten.
Daneben werden in diesem Winter gerne Jacken im Stil der Militärkleidung getragen. Zu erkennen sind diese am großen Kragen wie bei einem Blazer und an den großen Knöpfen, erläutert Marie-Luise Bodechtel, Bundesvorsitzende des Interessenverbands der Farb- und Stilberater aus Ansbach. Auch Epauletten, die Schulterkappen, sieht man an einigen Modellen. Kombiniert werden die Militär-Jacken und teils grungig anmutenden Parkas gerne zu engen Hosen und klobigen Schuhen.
Feiner und edler wirken die überlangen Capes und Ponchos für Frauen. Die voluminösen Stücke trägt man zu schmalen Chino-Hosen. Diese haben die Designer gerne traditionell mit Karomuster gestaltet. Dazu passen modische Hüte und Stiefel besonders gut. Wenn es richtig kalt wird, werden lange Steppmäntel im Stil der Parkas getragen. Für diese dicken Mäntel, gilt: "Eine Taillierung ist äußerst wichtig", sagt Matthias Westphal, Abteilungsleiter der Damen-Konfektion bei Galeria Kaufhof in Berlin. Viele Frauenmäntel haben daher extra Absteppungen oder Nähte an Taille und Brust. "Auch Gürtel sorgen für eine feminine Silhouette", rät Westphal.
Die Winterjacken, egal welchen Stils, haben oft Fell- oder Pelzbesatz, berichtet Bodechtel. Auch seien wieder teils bodenlange Lammfellmäntel im Stil der 70er Jahre erhältlich. Andere Modelle erinnerten an Trachtenkleidung, mit romantisch verspielten Elementen oder mit Fischgrätenmuster. Ergänzt wird das mit natürlichen Materialien, sagt Nils-Holger Wien vom Deutschen Mode-Institut (DMI) in Köln. Ein Beispiel dafür ist etwa der Dufflecoat, ein mittellanger Mantel aus schwerem Wollstoff. Er hat Knebelverschlüsse aus Horn oder Holz.
Weiterhin tragen Frauen gerne Mäntel in A-Form, die leicht schwingen. "Die sind auch in diesem Jahr noch in Mode. Dieser Trend verschwindet aber langsam", prognostiziert Bodechtel. Häufig findet man nun zudem Jacken in O-Form. Bei den klassischen langen und kurzen Wollmänteln sind ein beiges bis hellbraunes Camel und das dunkelbraune Cognac sowie gedeckte Farben wie Anthrazit und Marine im Trend. "Die Camouflage-Töne können mit einem kräftigen, warmen Dunkel- oder Rostrot kombiniert werden", berät Bodechtel. Daneben machen sich rote und lila Beerentöne sowie ein kräftiges, warmes Gelb hierzu gut.
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