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Mode für Mollige: Tine Wittler zeigt Styling und Mode für die XXL-Frau

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Mode für Mollige

Modetipps für pralle Prinzessinnen

13.04.2008, 17:10 Uhr | ali

Mode: Pralle Prinzessinnen überwinden Ihren Figurenkomplex mit Charme und Raffinesse. (Foto: Imago)Pralle Prinzessinnen überwinden Ihren Figurenkomplex mit Charme und Raffinesse. (Foto: Imago)Es ist nicht leicht für eine Mollidame, ein Kleidungsstück zu finden, das modisch ist, dem eigenen Geschmack gerecht wird und zur eigenen Körperform passt. Oft zwickt das Teil von der Stange an Brust, Oberschenkeln oder Po. Aber da es kein besseres Kleidungsstück im Laden gibt, nimmt frau halt das, was da ist. Nicht immer eine gute Wahl. Ein paar Pfunde zu viel modisch verpacken? Das geht eben nicht. Doch! Wie, verrät Tine Wittler in Ihrem Mode- und Styleratgeber Pralle Prinzessinnen. Mit erfrischendem Humor kommt die Autorin zu dem wohltuenden Schluss: In der jeder Frau steckt eine Prinzessin. Man muss sie nur in Szene setzen können.


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Ehrlich zu sich selbst sein

"Man kann nichts verstecken, erst recht nicht ab einer gewissen Konfektionsgröße. Man fällt sowieso auf", weiß die 35-Jährige. Ehrlich zu sich selbst zu sein tut weh, ist aber der erste und wichtigste Schritt hin zu der Prinzessin im Inneren. Leicht ist es nicht. Denn Trendmode ab Kleiderkörpergröße 46 ist oft nichts für pfundige Frauen, weil Schnitte und Muster die Fettpölsterchen meist nicht gut kaschieren, sondern den großen Po oder den ausladenden Busen eher noch betonen. Shoppen wird schnell zum Albtraum und wenn dann die Verkäuferin von draußen in die Kabine ruft: "Na, passt die Hose? Die gibt es übrigens nicht größer" ist fast alles zu spät. "Wenn ich irgendwo Geld ausgeben will, will ich nicht wie ein Problemfall behandelt werden. Und das ist ja der Normalfall, wenn man für Größe 50 irgendwas schönes sucht", sagt die TV-Moderatorin ("Einsatz in vier Wänden").

Mode: Tine Wittler: "Pralle Prinzessinnen. Styling für starke Frauen." (Foto: Eichborn Verlag)Tine Wittler: "Pralle Prinzessinnen. Styling für starke Frauen." (Foto: Eichborn Verlag)

Mode an Frauen vorbei

Mode wird meist an diesen Frauen vorbei gemacht. "Mode und große Größen - das passt vom Image her nicht zusammen", sagt die Fachjournalistin Christel Wickerath, die unter anderem für das Branchenmagazin "TextilWirtschaft" schreibt. "Im Trendbereich bieten Fachhändler höchstens bis Größe 40 an. Da wird auch ganz bewusst eine gewisse Arroganz gepflegt." 44, 46 und 48 heißen im Branchenjargon Anschlussgrößen - "also auf gut Deutsch ein bisschen dicker, aber noch nicht fett". Die Fachfrau bestätigt zudem, dass für junge Frauen, die Größe 46 oder 48 brauchen, das Einkaufen ein einziger Frust sei. "Die Größe 44 ist meist schon die Schwelle, wo Boutiquen nichts mehr anbieten. Und in Kaufhäusern hängen die großen Größen in einer dunklen Ecke kurz vorm Klo", so die Branchenkennerin weiter.

Figurtyp kennen und schätzen lernen

Wer mit Pfunden richtig shoppen gehen will, muss vor allem eines: Erst einmal Spaß an der Sache entwickeln und wissen, was einem steht und was man an der Stange hängen lassen sollte. Das ist nicht immer einfach. Vor allem, wenn das Selbstwertgefühl im Keller ist und Mollifrau sich nicht nur von den Verkäufern dauerbeobachtet fühlt. Hier liefert Tine Wittler mit ihrem Survivalguide fürs Einkaufen eine schönen Leitfaden für die nächste Shoppingtour und macht deutlich: Kräftige Frauen und modisches Styling schließen sich nicht aus.

Forum: Schönheitsideal mollig? Was meinen Sie.

Bloß keine zeltförmigen Klamotten

Tine Wittler rät, bloß nicht in zeltförmige Klamotten steigen, denn auch starke Frauen sollten lieber zu figurbetonten, bunten und leichten Stoffen greifen und die schmalste Stelle am Körper betonen. Ja, die haben A- (oben schmal), Y- (unten schmal) und X-Typen (in der Mitte schmal) durchaus, O-Frauen hingegen sind überall rund. Der Tipp der Expertin: Sich akzeptieren, wie man ist, Kleiderschrank ausmisten und den Weg zum nächsten Kleidergeschäft zu zelebrieren. Schließlich ist frau ja Prinzessin.

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