07.10.2009, 15:40 Uhr | ug, dpa
Prêt-à-Porter-Modenschau in Paris: Nicht alle Kleider sind so tragbar wie dieses. (Foto: dpa)Sie gelten als das wichtigste Mode-Spektakel der Welt: die Pariser Prêt-à-Porter-Schauen. Hier zeigen angesagte Modedesigner wie Balenciaga und Balmain neben großen Traditionshäusern wie Dior und Chanel, was in der kommenden Saison Trend wird. London und New York haben als Modestädte kaum Chancen gegen Paris - nur Mailand kann vielleicht das Wasser reichen. Neun Tage lang präsentierten alle wichtigen Designer wieder ihre Kollektionen für das Frühjahr und die Sommermode 2010. Was war top, was war flop bei den Modenschauen? Eine kurze Bilanz und Bilder direkt vom Laufsteg:
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Das Debüt von Phoebe Philo bei Céline ist gelungen. Die Designerin hat vor ein paar Jahren Chloé zum Lieblings-Label schicker Endzwanzigerinnen gemacht. Dann legte sie eine Pause ein. Jetzt zeigte sie für Céline Entwürfe voller Noblesse - und macht das Label wohl so zur nächsten Topmarke eleganter Mittdreißigerinnen. Auch der Auftritt des Popstars Lily Allen bei Chanel war top. Warum? Schon die Kulisse der Schau - ein Land-Idyll mit Heuhaufen - war beeindruckend. Als sich dann der Boden des Laufstegs öffnete und Allen in einem Holzunterstand singend herauf gefahren kam, waren selbst Nicht-Teenager begeistert.
Das Debüt von Schauspielerin und Sängerin Lindsay Lohan als künstlerische Beraterin von Ungaro hingegen überzeugte die Modekenner nicht. Ihre Minikleider in Leuchtfarben waren niedlich, doch wurden sie dem Stil des Hauses nicht gerecht. Zumal wohl Co-Designerin Estrella Archs die Hauptarbeit gemacht hatte.
Weniger schick: Im Publikum der Schauen sah man zahlreiche Overknee-Stiefel. Das Problem: Nur ganz dünne Models sehen darin gut aus. Besucherinnen, die sich an den Trend wagten, wirkten plump wie alternde Musketiere.
Das erste Mal fanden auch Schauen in der Halle einer früheren Bank an der Place Vêndome statt, was die Modekritiker überzeugte: Céline und Dries van Noten zeigten in dem schönen hellen Raum in zentraler Lage, der den Besuchern lange Wege ersparte.
Wieder einmal für Ärger sorgten hingegen die Einladungen, die diesmal noch limitierter waren als sonst. Viele kamen bei Nina Ricci, Yves Saint Laurent, Dior, Céline oder Chloé nicht herein, obwohl einige Reihen leer blieben. Auch der Zutritt bei Jean Paul Gaultier war eindeutig ein Flop: Schon die vergangenen Malen gab es einen Massenauflauf, ungeschickt aufgestellte Barrieren am Eingang und dadurch mühseliges Quetschen, Drängeln und Anflüge von Hysterie.
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