05.07.2011, 10:30 Uhr | dpa-tmn
Sommermode für Mollige: Wickelkleider und Trapezformen sind im Trend. (Foto: Ulla Popken/ dpa-tmn)
Der Retrostil der 60er Jahre lebt von Rundungen und ist ein Modetrend für Mollige. Wickelkleider, Trapezformen und großflächige Muster bringen frauliche Formen gekonnt in Szene und lenken geschickt von Schwachstellen ab. Wir zeigen die schönsten Kleider.
Die Kult-Fernsehserie "Mad Men" hat Lust auf die Sixties-Kleider gemacht und inspirierte Designer zur Neuauflage von Kleidern zum Wickeln oder in A-Linienform. "Diese Kleider stehen in der richtigen Passform und der optimalen Länge jeder Frau", sagt Designerin Gesine Wessels aus Berlin. Frauen mit großen Größen sollten grundsätzlich weder zu enge noch zu weite Sommerkleider tragen, rät der Modeberater Andreas Rose aus Frankfurt, da beides die Figur unvorteilhaft betonen kann. Die schwierige Mitte trifft etwa ein Wickelkleid, das lockerer oder enger um die Taille gebunden wird. "Ausgestellte Wickelkleider vermögen auch dort eine schlanke Körpermitte zu mogeln, wo eigentlich nur wenig Taille vorhanden ist", erläutert Wessels die Vorzüge. So wird eine schmeichelhafte Sanduhr-Silhouette modelliert.
"Inspiriert sind die klassischen Seiden- und Wickelkleider von Vintage-Prints aus den Furstenberg-Archiven. Diane von Furstenberg lässt den Grafik-Trend der 60er Jahre wieder aufleben", sagt Rose. Dunkle, gedeckte Farben sind Klassiker in der XXL-Mode. Im Trend sind aber auch kräftige Farben wie Grasgrün, Royalblau oder Sonnenblumengelb, erläutert Rose. Sie vermitteln ein sommerliches Lebensgefühl - unifarben oder mit Muster.
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Ein weiteres Retro-Modell, dass geradezu sichtbare Rundungen verlangt, sind die A-Linien- oder Trapezkleider. Sie setzen eine tolle und große Oberweite charmant und unaufdringlich in Szene. Die trapezförmigen Kleider liegen meist bis unter die Brust eng an oder sind dort extra abgenäht. Nach unten laufen sie dann weit aus - und das ausgestellte Rockteil legt sich fast unauffällig über breite Hüften und Schenkel sowie über ein Bäuchlein. "Dieser Schnitt lässt kleine Frauen größer wirken und mogelt einige Kilos weg", erläutert Rose.
Neben dem Schnitt eines Kleides hilft grundsätzlich auch die Kleidlänge Pfunde zu kaschieren, erklärt Wessels. "Wie vorteilhaft ein Kleid aussieht, hängt immer auch von der Länge ab. Der Saum sollte stets an einer Stelle enden, von der aus das Bein schmaler wird." Hat man beispielsweise kräftige Knie, sollte der Saum etwa bis zur Wade reichen, von der aus das Bein wieder schmaler wird. Andreas Rose rät Frauen mit großen Größen zu weich fließenden Kleidern aus farbigen und leichten Stoffen. Wichtig ist, dass immer die schmalste Stelle am Körper betont wird. (Ratgeber: Alles zum Thema Mode für Mollige)
Zu den Sixties-Kleidern passen Slingpumps, High Heels und Peeptoes in allen Varianten. Aber auch Ballerinas oder edle Zehensandalen sehen schick aus. Schuh-Modelle mit Schnürungen und breiten Fesselriemen sind nicht zu empfehlen, da diese die Beine optisch verkürzen. Bei der Wahl der passenden Accessoires rät Stylistin Maria Hans aus Hamburg stilgetreu zum Klotzen statt zum Kleckern: "Eine hübsche, lange Kette mit großem Anhänger oder ein üppiges Collier sieht bei höheren Konfektionsgrößen besser aus als kurzer, filigraner Schmuck." Auch die Handtasche darf in XXL daher kommen.
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Quelle: dpa-tmn
